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    Riesenhai

    Cetorhinus maximus – der sanfte Riese der Nordmeere

    Der Riesenhai (Cetorhinus maximus) ist nach dem Walhai der zweitgrößte Fisch der Welt – und einer der wenigen Riesenhaie, die regelmäßig in europäischen Gewässern beobachtet werden können. Er gehört zur Ordnung der Lamniformes (Makrelenhaiartige).

    Aussehen & Größe

    Der Riesenhai hat einen massiven, grau-bräunlichen Körper mit charakteristisch großen Kiemenspalten, die nahezu den gesamten Halsbereich umlaufen. Im weit geöffneten Maul werden tausende borstenartige Kiemenrechen sichtbar, mit denen er Plankton filtriert.

    • Länge: typisch 7–9 m, Maximum > 10 m
    • Gewicht: bis ca. 4 Tonnen
    • Maulöffnung: bis 1 m im Durchmesser
    • Zähne: winzig, beim Filtrieren ohne Funktion

    Lebensraum & Verbreitung

    Der Riesenhai bevorzugt gemäßigte und kühle Meere. Im Nordatlantik wird er regelmäßig vor Schottland, Irland, Cornwall, Norwegen und auch in der Nordsee gesichtet. Außerdem ist er im Mittelmeer, vor Kalifornien, Neuseeland und Südafrika nachgewiesen. Mehr zur Verbreitung und auch speziell zu Haien in der Nordsee findest du auf Haie Verbreitung.

    Nahrung

    Der Riesenhai ist ein passiver Filtrierer: Er schwimmt langsam mit weit geöffnetem Maul durch planktonreiches Wasser. Über die Kiemenrechen werden Copepoden, Krill und Fischlarven aus bis zu 2.000 Tonnen Wasser pro Stunde gesiebt. Mehr Hintergrund in unserem Artikel Was fressen Haie?.

    Fortpflanzung

    Über die Fortpflanzung des Riesenhais ist erstaunlich wenig bekannt. Er ist vermutlich ovovivipar mit Oophagie. Die Tragzeit könnte über 2 Jahre betragen – einer der längsten Werte im Tierreich überhaupt. Mehr unter Hai-Paarung.

    Gefahr für Menschen

    Der Riesenhai ist für Menschen vollkommen ungefährlich. Begegnungen sind atemberaubend, aber friedlich. Mehr Hintergrund zu echten Gefahrenarten findest du auf unserer Seite zu Hai-Angriffen.

    Schutzstatus

    Der Riesenhai gilt laut IUCN als „endangered“ (stark gefährdet). Über Jahrhunderte wurde er wegen seines Lebertrans, Fleischs und seiner Flossen gejagt – die Bestände erholen sich nur langsam, da er extrem langsam wächst. Er ist über CITES Anhang II geschützt. Mehr unter Hai-Schutz.

    Häufige Fragen zum Riesenhai

    Wie groß wird der Riesenhai?

    Der Riesenhai (Cetorhinus maximus) erreicht typischerweise 7 bis 9 m, in Ausnahmefällen über 10 m Länge. Damit ist er nach dem Walhai der zweitgrößte Fisch der Welt.

    Ist der Riesenhai gefährlich für Menschen?

    Nein. Der Riesenhai ist ein reiner Plankton-Filtrierer mit winzigen Zähnen und ohne Beuteinteresse an größeren Tieren. Begegnungen mit Tauchern und Schnorchlern verlaufen friedlich.

    Was frisst der Riesenhai?

    Ausschließlich Zooplankton – vor allem Ruderfußkrebse (Copepoden) und Krill. Mit weit geöffnetem Maul filtert er bis zu 2.000 Tonnen Wasser pro Stunde durch seine Kiemenreusen.

    Wo lebt der Riesenhai?

    Der Riesenhai bewohnt gemäßigte und kühle Meere weltweit – im Nordatlantik regelmäßig vor Schottland, Irland, Norwegen und auch in der Nordsee. Im Sommer kommt er an die Oberfläche, im Winter zieht er in tiefere Bereiche.

    Warum ist der Riesenhai gefährdet?

    Über Jahrhunderte wurde der Riesenhai intensiv wegen seines lebertranreichen Squalens, Fleischs und seiner Flossen gejagt. Da er sehr langsam wächst und spät geschlechtsreif wird, erholen sich die Bestände nur langsam. Die IUCN führt ihn weltweit als „endangered“.