Der Kurzflossen-Makohai (Isurus oxyrinchus) ist der schnellste Hai der Welt – und einer der schnellsten Fische überhaupt. Mit seinem torpedoförmigen Körper, der metallisch-blauen Färbung und den langen, gebogenen Zähnen ist er ein Hochleistungs-Räuber des offenen Ozeans. Er gehört zur Familie der Lamnidae innerhalb der Ordnung der Lamniformes.
Aussehen & Größe
Der Mako ist ein Inbegriff hydrodynamischer Perfektion: stromlinienförmig, mit kräftigem, sichelförmigem Schwanz und einer kühlen, metallisch-tiefblauen Oberseite, die fast leuchtend wirkt. Seine langen, schmalen Zähne ragen oft auch bei geschlossenem Maul leicht heraus.
- Länge: typisch 2,5–3,5 m, Maximum knapp 4 m
- Gewicht: bis ca. 570 kg
- Geschwindigkeit: bis 70–80 km/h im Sprint
- Besonderheit: teilweise warmblütig (Endothermie)
Lebensraum & Verbreitung
Der Mako bewohnt alle tropischen und gemäßigten Meere weltweit. Er ist ein klassischer Hochseehai (pelagisch), bevorzugt offene Ozeane und Wassertemperaturen über 16 °C. Im Mittelmeer und Atlantik ist er regelmäßig anzutreffen. Mehr zur Verbreitung von Haien findest du auf Haie Verbreitung.
Nahrung
Der Mako jagt schnelle Beutefische, die andere Haie kaum erreichen: Thunfische, Schwertfische, Marline, Makrelen und Tintenfische. Sein hochentwickeltes Wundernetz (rete mirabile) erlaubt es ihm, die Körpertemperatur über die Wassertemperatur anzuheben – ein entscheidender Vorteil für Geschwindigkeit und Reaktion. Mehr Details in unserem Artikel Was fressen Haie?.
Fortpflanzung
Der Mako ist ovovivipar mit Oophagie – die ältesten Embryonen ernähren sich im Mutterleib von unbefruchteten Eiern. Würfe umfassen typischerweise 4 bis 18 Jungtiere von rund 60 bis 70 cm Länge. Die Tragzeit beträgt etwa 15 bis 18 Monate. Mehr unter Hai-Paarung.
Gefahr für Menschen
Aufgrund seiner Größe, Geschwindigkeit und seines Temperaments wird der Mako als potenziell gefährlich eingestuft. Da er fast ausschließlich im offenen Ozean lebt, sind Begegnungen mit Schwimmern jedoch selten – die meisten Vorfälle betreffen Sportfischer beim Drill. Details und reale Statistiken auf unserer Seite zu Hai-Angriffen.
Schutzstatus
Der Mako gilt laut IUCN als „endangered“ (stark gefährdet). Er ist Ziel der internationalen Sportfischerei und der industriellen Langleinen-Flotten. Seit 2019 ist er über CITES Anhang II geschützt, doch die Bestände sind weiterhin stark rückläufig. Mehr unter Hai-Schutz.
Häufige Fragen zum Makohai
Wie schnell ist der Makohai?
Der Kurzflossen-Makohai (Isurus oxyrinchus) ist der schnellste Hai der Welt. Im Sprint erreicht er Geschwindigkeiten von bis zu 70 bis 80 km/h. Damit ist er einer der schnellsten Fische überhaupt.
Wie groß wird der Makohai?
Der Kurzflossen-Mako wird typischerweise 2,5 bis 3,5 m lang, in Ausnahmefällen knapp 4 m. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als Männchen.
Ist der Makohai gefährlich für Menschen?
Aufgrund seiner Größe, Geschwindigkeit und seines Temperaments gilt der Makohai als potenziell gefährlich. Dokumentierte Angriffe sind aber selten, da er meist im offenen Ozean unterwegs ist und kaum mit Schwimmern in Kontakt kommt.
Was frisst der Makohai?
Der Mako jagt vor allem schnelle Beutefische wie Thunfische, Schwertfische, Marline, Makrelen und Tintenfische. Damit ist er einer der spezialisiertesten Räuber des offenen Ozeans.
Warum ist der Makohai bedroht?
Der Mako ist Ziel der Sportfischerei und des Flossenhandels. Da er sehr spät geschlechtsreif wird (Weibchen mit ca. 18–21 Jahren), erholen sich die Bestände kaum. Die IUCN führt ihn als „endangered“.