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Makohai

Isurus oxyrinchus – der schnellste Hai der Welt

Der Kurzflossen-Makohai (Isurus oxyrinchus) ist ein Hochseeräuber der tropischen und gemäßigten Meere: Männchen bleiben bei rund 2,0 bis 2,2 m, Weibchen erreichen rund 2,8 bis 2,9 m, im Maximum knapp 4 m und rund 550 kg. Er gilt als schnellster Hai der Welt – direkt gemessen sind rund 18 km/h, Schätzungen reichen bis etwa 70 km/h. Die IUCN führt ihn seit 2019 als stark gefährdet („endangered").

Der Kurzflossen-Makohai (Isurus oxyrinchus) gilt als schnellster Hai der Welt – und als einer der schnellsten Fische überhaupt. Mit seinem torpedoförmigen Körper, der metallisch-blauen Färbung und den langen, gebogenen Zähnen ist er ein Hochleistungs-Räuber des offenen Ozeans. Er gehört zur Familie der Lamnidae innerhalb der Ordnung der Lamniformes.

Wie schnell ist ein Makohai?

Direkt gemessen wurden am Kurzflossen-Makohai rund 18 km/h; Schätzungen und Strömungsmodelle kommen auf Spitzenwerte bis etwa 70 km/h. Die gemessenen Werte stammen aus Sender- und Videodaten frei schwimmender Tiere, die hohen Zahlen dagegen aus Berechnungen zur Körperform und aus Beobachtungen beim Drill an der Angel. Als tatsächlich gemessener Wert sind 70 km/h bislang nicht belegt. Möglich machen die hohe Geschwindigkeit sein torpedoförmiger Körper, der steife sichelförmige Schwanz und sein Wundernetz, mit dem er Muskulatur und Körperkerntemperatur über die Wassertemperatur anhebt.

Ist der Makohai der schnellste Hai der Welt?

Der Makohai gilt als schnellster Hai der Welt – belegt ist dieser Titel durch Messungen allerdings nicht. Der höchste jemals an einem Hai überhaupt gemessene Sprint stammt mit 24 km/h vom Weißen Hai bei einem Angriff. Am Kurzflossen-Makohai wurden direkt nur rund 18 km/h gemessen; alle höheren Zahlen, die dem Mako zugeschrieben werden, beruhen auf Schätzungen und Strömungsmodellen, nicht auf Messungen. Der Superlativ hält sich trotzdem zu Recht: Kein anderer Hai kombiniert Körperbau, Muskulatur und Endothermie so konsequent auf Tempo, und die wenigen direkten Messungen an Haien insgesamt sind selten und methodisch schwierig – der Vergleich ist also dünn, nicht der Mako langsam.

Wie groß wird ein Makohai?

Männchen werden rund 2,0 bis 2,2 m lang, Weibchen rund 2,8 bis 2,9 m, im Maximum knapp 4 m bei rund 550 kg.

Der Mako ist ein Inbegriff hydrodynamischer Perfektion: stromlinienförmig, mit kräftigem, sichelförmigem Schwanz und einer kühlen, metallisch-tiefblauen Oberseite, die fast leuchtend wirkt. Seine langen, schmalen Zähne ragen oft auch bei geschlossenem Maul leicht heraus.

  • Länge: Männchen rund 2,0–2,2 m, Weibchen rund 2,8–2,9 m, maximal knapp 4 m
  • Gewicht: bis rund 550 kg
  • Geschwindigkeit: direkt gemessen rund 18 km/h, Schätzungen und Strömungsmodelle bis ca. 70 km/h
  • Besonderheit: teilweise warmblütig (Endothermie)

Ist der Makohai gefährlich für Menschen?

Aufgrund seiner Größe, Geschwindigkeit und seines Temperaments gilt der Mako als potenziell gefährlich – dokumentierte Angriffe auf Schwimmer sind aber sehr selten. Da er fast ausschließlich im offenen Ozean lebt, sind Begegnungen mit Schwimmern kaum zu erwarten – die meisten Vorfälle betreffen Sportfischer beim Drill. Details und reale Statistiken auf unserer Seite zu Hai-Angriffen.

Wo lebt der Makohai?

Der Mako lebt pelagisch in allen tropischen und gemäßigten Meeren der Welt. Er ist ein klassischer Hochseehai, bevorzugt offene Ozeane und Wassertemperaturen über 16 °C. Im Mittelmeer und Atlantik ist er regelmäßig anzutreffen. Mehr zur Verbreitung von Haien findest du auf Haie Verbreitung.

Was frisst der Makohai?

Der Mako jagt vor allem schnelle Beutefische, die andere Haie kaum erreichen: Thunfische, Schwertfische, Marline, Makrelen und Tintenfische. Sein hochentwickeltes Wundernetz (rete mirabile) erlaubt es ihm, die Körpertemperatur über die Wassertemperatur anzuheben – ein entscheidender Vorteil für Geschwindigkeit und Reaktion. Mehr Details in unserem Artikel Was fressen Haie?.

Fortpflanzung

Der Mako ist ovovivipar mit Oophagie – die ältesten Embryonen ernähren sich im Mutterleib von unbefruchteten Eiern. Würfe umfassen 4 bis 25 Jungtiere, meist 10 bis 18, von rund 60 bis 70 cm Länge. Die Tragzeit beträgt etwa 15 bis 18 Monate. Mehr unter Hai-Paarung.

Schutzstatus

Der Mako gilt laut IUCN als „endangered“ (stark gefährdet). Er ist Ziel der internationalen Sportfischerei und der industriellen Langleinen-Flotten. Seit 2019 ist er über CITES Anhang II geschützt, doch die Bestände sind weiterhin stark rückläufig. Mehr unter Hai-Schutz.

Häufige Fragen zum Makohai

Wie schnell ist der Makohai?

Der Kurzflossen-Makohai (Isurus oxyrinchus) gilt als schnellster Hai der Welt. Direkt gemessen wurden an ihm rund 18 km/h; Schätzungen und Strömungsmodelle kommen auf Spitzenwerte bis etwa 70 km/h. Als tatsächlich gemessener Wert sind diese 70 km/h bislang nicht belegt.

Wie groß wird der Makohai?

Männchen werden rund 2,0 bis 2,2 m lang, Weibchen rund 2,8 bis 2,9 m. Maximal erreicht der Kurzflossen-Mako knapp 4 m Länge und rund 550 kg Gewicht. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als Männchen.

Ist der Makohai gefährlich für Menschen?

Aufgrund seiner Größe, Geschwindigkeit und seines Temperaments gilt der Makohai als potenziell gefährlich. Dokumentierte Angriffe sind aber selten, da er meist im offenen Ozean unterwegs ist und kaum mit Schwimmern in Kontakt kommt.

Was frisst der Makohai?

Der Mako jagt vor allem schnelle Beutefische wie Thunfische, Schwertfische, Marline, Makrelen und Tintenfische. Damit ist er einer der spezialisiertesten Räuber des offenen Ozeans.

Warum ist der Makohai bedroht?

Der Mako ist Ziel der Sportfischerei und des Flossenhandels. Da er sehr spät geschlechtsreif wird (Weibchen mit ca. 18–21 Jahren), erholen sich die Bestände kaum. Die IUCN führt ihn als „endangered“.